in Dies und Das

Let’s Play! Eine neue Aufgabe!

Lasst uns spielen! Eine Aufforderung aber auch eine Bitte. Lasst uns bitte spielen. Hindert uns nicht daran. Wir spielen und wollen es auch weiter tun. Gemeinsam.

In den letzten Jahren hat sich die Let’s Play Gemeinde stark vergrößert, getrieben zum einen von der Aufmerksamkeit, der Öffentlichkeit des Ganzen und zum anderen von der scheinbaren Goldgrube für Youtube-Partner. Wie auch beim Microstock-Hype, hält sich der wahre finanzielle Nutzen in deutlich ausgezeichneten Grenzen, die weit von dem entfernt sind, was sich glänzende, geldgierige Augen versprechen. Was also motiviert so viele Youtuber Tag ein, Tag aus ihre Videos hochzuladen, Zeit und Geld zu investieren und sich in der Community zu beteiligen?

Seit einem Monat bin ich dabei. Seit einem Monat versuche ich mein bestes und veröffentliche regelmäßig Let’s Plays auf Youtube. Und seit einem Monat weiß ich warum es so viele von uns gibt. Es macht einfach Spaß. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr Spaß, als die Spiele einfach nur so zu spielen. Erinnerungen an Szenen in den Spielen bleiben länger im Gedächtnis und bei manchen Spielen lacht man hinterher zusammen mit seinen Zusehern in den Kommentaren über aberwitzige Situationen. Zuschauer schreiben einem PMs mit Verbesserungsvorschlägen, Lob, Anregungen und Anfragen zur Zusammenarbeit. Die Feedback-Loop Rückmeldeschleife motiviert einen weiterzumachen, weiterzuspielen und sich und seine Videos weiter zu verbessern. Bei kaum einem Spiel geht das so gut wie bei Minecraft.

Zwar gibt es Let’s Plays zu jeder Art von Spiel, jedoch eignen sich gerade Freiformspiele zu dieser Form des kreativen Ausdrucks. Dort kann man nicht nur im Spiel selbst die eigene, verwirrte Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, sondern ist auch im Kommentar und in der Gestaltung der Folgen frei genug, um das immer wieder gleiche Spiel so unterschiedlich zu gestalten, wie die Persönlichkeiten der Menschen dahinter. Zwar wird in diesem Fall ein Gruft-Let’sPlay von Minecraft mit einem ewig jammernden, schwarz geschminkten Gesellen weniger Erfolg haben, da die meisten LP-Zuschauer doch vor allem unterhalten werden wollen, aber der Freiraum zur Gestaltung ist doch enorm. Aus diesem Grund habe auch ich mich Minecraft gewidmet und folge damit nicht nur einem “Trend”, sondern vor allem den eigenen Vorlieben. Ich spiele Minecraft schon seit der frühen Pre-Alpha und bin seit über zwei Jahren auch großer Fan von unterschiedlichsten Minecraft LPs auf Youtube. (Gronkh, Vareide, AntVenom, usw.)

“Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich irgendwo ein Fenster”

Was macht man, wenn man gar nicht weiß, welches Fenster sich öffnen soll; wenn es zu viele Fenster gibt und hinter keinem versteckt sich die Aufgabe, nach der man gesucht hat? Im Verlauf der letzten Jahre hat sich mein Job zu meiner Berufung entwickelt und alles andere in meinem Leben verdrängt. Selbst das Computerspielen trat in den Hintergrund. Nachdem mir nach fast fünf Jahren bei Funcom und der überraschenden Entlassung (wirtschaftliche Gründe), irgendwie die Aufgabe genommen wurde, und mein persönliches Glück nicht nur durch die Arbeitslosigkeit einen großen Knick gemacht hat, bin ich jetzt wieder auf eine andere Weise Teil der Spielergemeinde (und Arbeitergemeinde, dank Anstellung seit dem 1. Februar). Nur diesmal auf Seiten der Teilnehmer. Da Teilnehmer von Teilen kommt, werde ich meinen Wirrkopf und tolle Spiele mit euch teilen.

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  1. Hoi hoi mein grosser :-)
    Ich muss sagen, das ist ein sehr guter Text den Du da geschrieben hast. Trifft den Nagel aber genau auf den Kopf.

    Denke schon daran dein Text zu verlinken bei mir.. anstatt neu zu erfinden :-) Aber naja schauen wir mal.. ob ich noch meinen eigenen schreibe .-) hehehe

    Grüssle
    Remo